Wenn eine Harninkontinenz, Blasenbeschwerde oder eine Senkungserkrankung – auch Prolaps genannt – vorliegt, führen diese oft zu Einschränkungen in der Lebensqualität der betroffenen Frauen. Es zählt noch zu den „Tabus“ der heutigen Gesellschaft, obwohl 3 bis 4 Millionen Frauen nur in Deutschland  darunter leiden. In einer immer älter werdenden Gesellschaft sollte dieses Krankheitsbild transparenter werden. Eine intensive Diagnostik, effektive Therapie und eine intakte Langzeitprophylaxe kann viel bewegen.

In der Klinik am Zuckerberg wird von Herrn Dr. med. A. Reslan und seinem Team ein Operationsverfahren nach der (Gynecare Prolift ®, Seratom®-Methode) ausgeführt. Hier wird ein neues Verfahren zur Rekonstruktion des Beckenbodens angewandt. Der Beckenboden wird durch eine zusätzlich tragende Struktur – speziell geformte leichtgewichtige Netzimplantate stabilisiert. Defekte im vorderen, als auch im hinteren Beckenbereich können optimal behandelt werden. Diese tragfähigen Netze werden mit Hilfe von abwinkeln- und individuell spannbaren Bändern an stabilen Strukturen im Becken fixiert, um eine anatomiekonforme und dauerhafte Rekonstruktion des Beckenbodens zu erreiche. Das Implantat verringert während der Teilresorption sein Gewicht um 2/3. Wenig Fremdmaterial im Körper, aber ausreichend Festigkeit bedeutet eine größtmögliche Sicherheit und Verträglichkeit für die Patienten.

Die Organe werden durch die spezielle Netztechnik „getragen“. Dieser Eingriff ermöglicht ein minimal-invasives, spannungsfreies und vaginal durchführbares Operationskonzept, das auch für ältere Patientinnen, die häufig unter einer Senkungserkrankung leiden, gut geeignet ist.

Erfahrungsberichte zeigen eine hohe Zufriedenheit bei Patientinnen mit dieser Operation da sie eine möglichst geringe Patientenbelastung, eine kurze Behandlungszeit und sehr gute Heilungsprozesse erzielt.